Das tut die Caritas

...in Äthiopien

Frühwarnsystem gegen den Hunger

"Die Menschen können gar nicht mehr genügend Reserven aufbauen, um die nächste Dürre zu überstehen", sagt Bekele Moges. Er leitet für die Caritas Äthiopien ein Team mit mehr als 400 Experten. Darunter sind Hydrologen, Agrarexperten, Soziologen, Logistiker und Tiermediziner. Sie haben dem Hunger den Kampf angesagt und setzen dabei vor allem auf Vorsorge. Unterstützung erhalten sie dabei auch aus Deutschland. Caritas international gehört zu ihren wichtigsten Partnern und Unterstützern.

Taye Endashaw, ein weiterer Mitarbeiter vor Ort, erzählt von den Problemen und von Maßnahmen, die Erfolge zeigen:

Vorsorge rechnet sich doppelt

Gemeinsam mit den Dorfbewohnern und Nomadenfamilien haben die Experten ein Frühwarnsystem aufgebaut. Dadurch kann das Team wichtige Vorkehrungen treffen, bevor die nächste Dürre die Menschen vor Probleme stellt: Bauernfamilien erhalten dürreresistentes Saatgut, das ihnen hilft, auch Trockenperioden gesund zu überstehen. Für die Nomaden hat die Caritas ein Netzwerk von mobilen Tierärzten ausgebildet. Die "Barfußärzte" gehen zu den Viehhirten auf die Weideplätze der Herden, um die Tiere zu impfen und zu behandeln. Die Tiere sind eine wichtige Grundlage für das Überleben der Familien.

Trockener Boden in ÄthiopienIn Äthiopien verkürzen sich die Abstände zwischen Dürren massiv. Inzwischen kommt es alle zwei bis drei Jahre zu einer existenzbedrohenden Trockenheit.Dorothea Bergler/ Caritas international

Der vorsorgende Ansatz zahlt sich nicht nur für die Bevölkerung aus, er ist auch finanziell sinnvoll. So kostet der Bau einer Wasserrückhalteanlage rund 8.000 Euro. Mit der können sich die Menschen der Region in Trockenzeiten bis zu sechs Monaten lang mit Wasser versorgen. Geben Katastrophenhelfer im akuten Notfall Trinkwasser aus, kostet das wesentlich mehr. 

Bei extremen Dürren wie im Sommer 2011 sind diese aufwändigen Einsätze jedoch notwendig. Damals leisteten die Helfer logistische Schwerstarbeit - durch die flächendeckende Versorgung mit Wasser, Lebensmitteln und Medizin. Viele Menschen konnten auf diesem Wege gerettet werden. Dennoch: Gemeinsam mit den vielen Unterstützern in Deutschland und anderen Teilen der Welt setzt die Caritas Hararghe alles daran, dass es bei der nächsten großen Dürre nicht mehr so weit kommt. 

Weitere Informationen zum Projekt und zur Katastrophenvorsorge in Äthiopien finden Sie im Webangebot von Caritas international.

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