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Jung, erfrischend unkonventionell und aktiv

Junge Leute bei einer DemoNatürlich treten youngcaritas-Engagierte auch bei Demos für ihre Forderungen ein.Udo Gottschalk/youngcaritas

Die Aktion fand im Rahmen der Veranstaltung „we.confer - Barcamp für eine offene Gesellschaft” statt. Auch in der Eckkneipe mit den Stammtischgästen, mit den libanesischen Jungs auf der Straße, mit dem Mann aus Syrien, der seit 20 Jahren in Deutschland lebt und seinen geflüchteten Landsleuten beim Ankommen hilft, mit dem dunkelhäutigen Mann in der Altbauwohnung, der sich als Berufspolitiker entpuppt - mit ihnen allen sprachen die Teilnehmenden des Barcamps. Und es war spannend. Denn der Blick hat sich geweitet.

Nachvollziehbar war nun etwa, warum sich Anwohner(innen) über den Müll im Park ärgern. Die youngcaritas ist überzeugt von dem Motto „Taten wirken”. Und so gingen einige Teilnehmer(innen) ein zweites Mal los und sammelten kurzerhand den Müll auf. Die Verblüffung des Mannes aus dem vormittäglichen Gespräch zeigte: Er fühlte sich mit seinem Anliegen ernst genommen.

Pfiffiges Engagement für gesellschaftlichen Zusammenhalt

Die youngcaritas steht für pfiffiges Engagement. Ein flotter Titel, eine ansprechende Gestaltung - und auf einmal wird aus dem Bastelnachmittag ein Upcycling-Workshop. Und das Handarbeitskränzchen wird umformuliert zu „Tante Inge strickt”. Hinter dem frischen Label stecken aber immer ernsthafte Themen wie Gerechtigkeit, Armut und gesellschaftlicher Zusammenhalt. Denn die bewegen junge Menschen.

An bundesweit über 70 Standorten verankert

Nach vier erfolgreichen Projektjahren ist youngcaritas Deutschland seit Januar 2017 im Deutschen Caritasverband langfristig verankert. In 16 Diözesan-Caritasverbänden sowie in rund 60 Orts-Caritasverbänden bieten hauptberufliche Ansprechpartner(innen) jungen Menschen die Möglichkeit zum Engagement. Ein wichtiger Aktionsort sind Schulen. Drei Aktionshefte mit Unterrichtsmaterialien erarbeitete youngcaritas bislang, die zehntausendfach bestellt beziehungsweise heruntergeladen wurden.

Spenden sammeln und europäische Vernetzung

Flucht und Migration sind die wichtigsten Anknüpfungspunkte. Unter dem Titel „GemeinsamZeit” fanden im Juni 2016 Aktionen für Senioren, Kinder und Geflüchtete statt. Mit Aktionen wie „Coffee to help” und „Ziegen für Äthiopien” sammeln junge Engagierte Spenden für Projekte von Caritas international. Auf europäischer Ebene ist youngcaritas außerdem mit der youngcaritas in Österreich, der Schweiz, Frankreich, Südtirol und Luxemburg vernetzt und wird über ein Erasmus+-Projekt gefördert.

Mann beim Graffiti sprayenRefugees welcome!Stephan Raithel/youngcaritas

Jung und bis Mitte dreißig

Wenn das bundesweite Treffen der youngcaritas-Akteure mal wieder mit einer sogenannten „Raumsoziometrie” startet und sich die Kolleg(inn)en dem Alter nach aufstellen, dann fängt die Reihe meist bei 18 Jahren an und nimmt ab Mitte dreißig merklich ab. Dicht gedrängt stehen die Teilnehmer(innen) im Alter von Mitte bis Ende zwanzig.

Versuchslabor unter echten Bedingungen

Zweimal jährlich trifft sich youngcaritas zum Austausch und Ideenspinnen. Wichtig ist dabei auch immer, zu beobachten, was funktioniert hat und was nicht. Die youngcaritas ist eine Art großes Labor unter Echtbedingungen. Gemeinsam mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen vor Ort entstehen Projekte und Initiativen. Sind sie gelungen, werden die Idee und die Materialien auch an die Kolleg(inn)en weiter gegeben.

Unkonventionell, bunt und vielfältig – youngcaritas verkörpert die nachfolgende Generation

In ihren Caritasverbänden sind die jungen Mitarbeitenden eher die Exot(inn)en. Bunt wie die Caritas sind die Modelle, die sich die Caritasverbände für ihre youngcaritas überlegt haben. Angesiedelt sind sie irgendwo zwischen Fundraising, Engagementförderung, Jugend und Migration. Die youngcaritas knüpft da an, wo was los ist: Aktionstage im Seniorenheim, Bundesgenerationenspiele oder eine Mitmachaktion. Wichtig sind ihnen die sichtbaren Taten.